Kath. Pfarrgemeinde St. Vitus

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Geschichtliches

Die heutige kath. Pfarrkirche St. Vitus ist die Kirche des ehemaligen Benediktinerinnenklosters, das der Paderborner Bischof Bernhard I. von Oesede (1127-1160) vor nunmehr 850 Jahren in Willebadessen gründete. Kloster Willebadessen steht als letztes in einer Reihe von fünf Klostergründungen Bemhards I., darunter das etwas ältere Benediktinerinnenkloster in Gehrden (1142) und die Lieblingsgründung des Bischofs, das Zisterzienserkloster Harderhausen (1140). Nach der im Pfarrarchiv aufbewahrten Gründungsurkunde von 1149 errichtete der Bischof das neue Kloster an einer bereits bestehenden "ecclesiola", einem Kirchlein, das er zusammen mit dem Pfarrgut der neuen Klostergemeinschaft übereignete. Der Ort Willebadessen in dem schon in sächsischer Zeit besiedelten Gebiet am östlichen Fuße des Eggegebirgskammes ist also älter als das Kloster, sein Name erscheint erstmals 1065 in einer Urkunde.

Patron

Vitus Schrein um 1200
Der jugendliche Märtyrer Vitus gehört als Schutzpatron und Nothelfer zu den beliebtesten Heiligen Europas. Er ist Landespatron von Sizilien, der Gebiete der alten Sachsen, d. h. von Westfalen und Niedersachsen, von Pommern, der Insel Rügen und von Böhmen. Über 1300 Orte besitzen den hl. Vitus als Haupt- oder Nebenpatron von Kirchen oder Kapellen, viele als namengebend für Dörfer und Städte, an 150 Orten werden Reliquien von ihm verehrt. Mit mindestens 34 Patronaten ragt er aus dem Kreis der einst hochverehrten Vierzehn Nothelfer heraus, angefangen als Schutzherr der Apotheker, Bierbrauer, Gehörlosen und Fallsüchtigen bis hin als solcher von Soldaten, Schauspielern und Winzern. Seit seiner Hinrichtung vor 1700 Jahren, vermutlich im Jahre 304/305 in Mazara del Valla an der Südwestküste Siziliens, ist sein Name bis heute trotz allen Wandels der kirchlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in lebendiger Erinnerung geblieben. Das erstaunt um so mehr, als über sein Leben außer der Tatsache, daß Vitus jung für Christus starb, kaum etwas historisch verbürgt ist. Nach der um 600 aufgezeichneten „Passio Sancti Viti", seiner Leidensgeschichte, hießen sein heidnischer Vater Hylas, seine Amme Creszentia und sein Erzieher Modestus, beide Christen. Weil Hylas die beiden und seinen christlich gewordenen Sohn Vitus zum Abfall vom Glauben zwingen wollte, seien die drei geflohen. Obwohl Vitus den Sohn Kaiser Diokletians von der Besessenheit heilte, hätten dennoch alle drei ihres christlichen Glaubens wegen sterben müssen.

Höhepunkt im Jahr

Der Vitusschrein, getragen von Schützen der St. Johannes Bruderschaft.
In Willebadessen gibt es eine Zeit im Jahresverlauf, die wie ein Eckpunkt das Leben der Willebadessener bestimmt; sei es, sie haben Willebadessen nie verlassen, sei es, daß sie fortgezogen sind und in anderen Orten leben: Alle horchen auf - es wird Vitus gefeiert!

Besonderer Höhepunkt an Vitus: Vitus-Prozession

Anschrift

Katholische Pfarrgemeinde St. Vitus
Klosterstr. 33
34439 Willebadessen
Tel.: 05646 - 663
Fax: 05646 - 94 24 65
eMail: post@vitus-gemeinde.de

Ansprechpartner

  • Pfarrer: Peter Heuel
  • Vikar: Witold Daniel Sojka
  • Subsidiar: Bernard Kämpchen
  • Gemeindereferentin: Friederike Plümpe
  • Pfarrsekretärin: Rita Thewes
  • Küsterin: Irmgard Lawin

Weblinks

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